Saisonstart heute Abend im Verbandspokal

26. Juli 2017

Quelle: Rheinpfalz – Pfälzer Tageblatt – 04.08.17

Flexibel und mit Schwung

Fussball: Es geht wieder los: Heute Abend um 19.30 Uhr steigt in der ersten Runde des Verbandspokals das Spiel VTG Queichhambach gegen FSV Offenbach. Nach harten Wochen der Vorbereitung wechseln der Bezirksligist und der Landesligist erstmals wieder in den Wettkampfmodus – mit neuen Gesichtern.

«ANNWEILER/OFFENBACH.» Marco Bauer führt Gastgeber VTG Queichhambach zum ersten Mal durch die Saisonvorbereitung. Der Trainer, der im Spätjahr 2016 Dirk Münster nachfolgte, will sein Team mehr Fußball spielen lassen – und eine sorgenfreie Saison erleben.

Mit Ralf Bittig hat Bauer einen Co-Trainer, der aus Billigheim-Ingenheim gekommen ist und auch auf dem Platz noch eine tragende Rolle einnehmen soll. Bittig habe sich sehr gut ins Trainerteam eingefügt, berichtet Bauer. Dieses werde durch Athletikcoach Manuel Albrecht und Torwarttrainer Andreas Becker komplettiert und habe einen Plan. Vier Abgänge, teils Stammkräfte, seien durch sieben Neuzugänge kompensiert worden, teilt Bauer mit, der „froh ist, dass Markus Böllinger als Ersatzkeeper noch ein Jahr dranhängt“.

Die Neuen seien eine Mischung aus erfahrenen Kräften – neben Bittig besitzt auch der aus Hauenstein gekommene Thomas Cerniauskas schon höherklassige Erfahrung – und jungen, ambitionierten Kickern, die in das Konzept des Vereins passen. „Wir wollen den Weg mit jungen Spielern weitergehen“, betont Bauer und freut sich, dass seine „Jungs voll mitziehen“. 16 bis 18 Spieler habe er immer im Training, alle lernwillig und mit guter Mentalität ausgestattet, berichtet der Chefcoach.

Um erfolgreich zu sein, müsse man eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive hinbekommen. Daran habe man gearbeitet. Das System will Bauer absolut flexibel halten. „Spielt man gegen eine Dreierkette, ist alles ganz anders als gegen eine Viererkette“, so seine Begründung. Agierte seine Elf zum Ende der Vorsaison unter Bauers Leitung meist viel mit langen, hohen Pässen in die Spitze und ging dann auf die „zweiten Bälle“, um Erfolg zu haben, will Bauer nun mehr das spielerische Element fördern und fordern, mehr auf einen geordneten Spielaufbau setzen, auch wenn er im alten System ein durchaus probates Mittel sah, um erfolgreich zu sein.

Die Bezirksliga sieht Bauer ausgeglichener als in der Vorsaison: „Ein völlig chancenloses Team wie Frankenthal ist nicht dabei. Ich kenne die Aufsteiger aus Freimersheim und Knittelsheim gut. Die sind stark. Und dann kommt mit Maxdorf ein starker Absteiger hinzu“, den Bauer wie Büchelberg und Jockgrim ganz vorne erwartet. Sein Team brauche jedes Mal eine Leistung nahe am Optimum, um eine Chance auf Punkte zu haben: „Da entscheiden Kleinigkeiten.“

Philipp Nickel bleibt Kapitän und soll mit Sascha Hübl vorangehen. Auf allen Positionen herrsche ein absolut offener Konkurrenzkampf, hebt Bauer hervor. Los geht es für seine Elf in der Liga am 13. August bei der FG 08 Mutterstadt.

Diese Statistik sollte der FSV Offenbach sehr ernst nehmen: In den vergangenen drei Spielzeiten wurde jeweils ein Verbandsliga-Absteiger in der Landesliga Ost direkt in die Bezirksliga durchgereicht. Daher formuliert man an der Queich die Saisonziele vorsichtig optimistisch zwischen Klassenverbleib und einstelligem Platz.

2014/15 erwischte es den Traditionsclub Südwest Ludwigshafen, ein Jahr später den von heftigen Unruhen im Umfeld geplagten VfL Neustadt, in diesem Jahr die Rheinhessen von SpVgg Ingelheim. Das nährt den Verdacht, dass das spielerische Niveau in der Landesliga Ost ausgeglichener ist und vielleicht auch höher als im Keller der Verbandsliga Südwest, in der auch die jüngsten Aufsteiger meist direkt gute Rollen spielten. Daniel Jahnke, überraschend im Sommer zum Cheftrainer des FSV Offenbach befördert, ist sich sicher, die gesteckten Ziele mit seiner im Umbruch befindlichen jungen Truppe zu schaffen: „Hier herrscht Aufbruchstimmung. Die Neuzugänge haben einen richtigen Schub reingebracht. Wenn die Jungs so weiterarbeiten, dann habe ich da keine Bedenken.“

Der Verein sei auf Jahnke zugekommen, erzählt dieser, „weil meine Arbeit während des verletzungsbedingten Ausfalls von Thomas Wünstel offenbar gut ankam“. Er selbst habe sich die Aufgabe als Chefcoach in der Landesliga zugetraut. Einmal aufgrund der Erfahrung, die er an der Seite von Mathias Basler und Sven Adam in Gommersheim gesammelt hatte. Und weil er mit Jürgen Bachfischer einen sehr erfahrenen Co-Trainer an seiner Seite weiß.

Bitter: Neuzugang Patrick Galus hat sich in der Saisonvorbereitung das Kreuzband gerissen und fällt bis zur Rückrunde aus. „Das war ein Schock, auch menschlich. Er hat ja schon eine schlimme Vorgeschichte, was Verletzungen betrifft. Und er ist ein super Typ, wäre auch sportlich eine echte Verstärkung vorne als Spitze gewesen“, bedauert Neu-Trainer Jahnke. Auch als Reaktion auf diesen Ausfall wurde der offensive Mittelfeldakteur Daniel Henninger aus Rülzheim am Dienstag verpflichtet. Ansonsten will Jahnke Galus’ Ausfall mit dem „breiten und flexiblen Kader“ auffangen.

Auf ein Spielsystem will er sich nicht festlegen, sondern das am jeweiligen Gegner ausrichten. Das erfordere intensives Training: „Wir machen mehr als andere, aber die Jungs ziehen voll mit. Es sind immer 17 bis 20 Spieler im Training.“ Daher sei das Rennen um die Plätze in der Startelf völlig offen. Einen Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison habe er nicht feststellen können. Die Vernetzung mit der A-Jugend soll weiter intensiviert werden, was auch schon sehr gut funktioniere, so Jahnke. Auf die Derbys gegen die eigene Filiale Rülzheim, gegen Herxheim, Geinsheim und die Schifferstadter Klubs freue er sich besonders.

Damit die Vorfreude nicht im bösen Erwachen endet, müssen Punkte her, am besten gleich zum Saisonauftakt am Sonntag, 13. August, wenn die Jahnke-Elf beim SV Geinsheim in die Punktspielrunde startet.

 


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